Aufgabenstellung
Aufgaben des Hundes
Gebrauchshunde
Unter Gebrauchshunden versteht man Hunde, die Menschen bei ihrer Arbeit unterstützen, gewissermaßen „berufstätige“ Hunde. Heute am bekanntesten sind wohl die landläufig Polizeihunde genannten Hunde im Behördendienst. Hier werden sie zur Spurensuche, zum Auffinden von Drogen, Sprengstoffen sowie Menschen (vermisste Kinder, hilflose Personen, entflohene Tatverdächtige oder Sträflinge) und Leichen, aber auch auf der Streife als Waffe und zur Bewachung eingesetzt.
Einige Hunderassen eignen sich als Blindenführhunde, wohl eine der schwierigsten Aufgaben unter den Hunde„berufen“, und als Assistenzhunde für Menschen mit anderen körperlichen oder geistigen Einschränkungen, manche können auch als Rettungshunde oder Therapiehunde ausgebildet werden.
Die Verwendung als Gebrauchshund, heute zahlenmäßig nur eine Randerscheinung, ist wohl die ursprünglichste Form der Hundehaltung. Am Anfang stand die Hilfe bei der Jagd, sowohl beim Aufspüren und Aufjagen als auch beim Erlegen der Tiere. Bei Aborigines, die teilweise auch von Hunden begleitet wurden, stand dagegen im Vordergrund, dass Menschen und Hunde sich in den kalten Wüstennächten aneinander wärmen. Eine besondere Jagdzusammenarbeit gibt es vielfach nicht. Die Hunde erhielten auch lediglich einige Reste.
Jagdhunde
Die Begleitung bei der Jagd war wahrscheinlich die erste und über lange Zeit wichtigste Nutzung von Hunden. Die dazu notwendigen Fähigkeiten und Fertigkeiten hatten die Tiere von ihren Vorfahren, den Wölfen, geerbt, so dass dazu keine besonderen züchterischen Leistungen nötig waren. Erst viel später wurden spezielle Jagdhundrassen gezüchtet. Für die Treibjagd benötigte man beispielsweise Hunde, die schnell laufen konnten, während kleine Hunde (Dackel oder Dachshund, Terrier) leicht in Fuchs- oder Dachsbaue eindringen konnten.
Hirtenhunde
Indem die Menschen sesshaft wurden und verstärkt Landwirtschaft und
Viehzucht betrieben, wurden Hunde auch verstärkt zum Bewachen von Hof,
Haus und Herden eingesetzt. Für die Auswahl der geeigneten Tiere als
Hirtenhunde wurde ihr natürlicher, auf den Wolf zurückgehender Trieb,
das Rudel zusammenzuhalten, ausgenutzt.
Wachhunde
Prinzipiell können alle Hunde als Wachhund eingesetzt werden, indem
man ihren natürlichen Instinkt ausnutzt, das Rudel zu alarmieren, wenn
Gefahr droht. In den Städten waren es naturgemäß eher die kleinen
Hunderassen wie der Spitz, während auf dem Land wegen der höheren
Abschreckungswirkung auch große Hunderassen zum Einsatz kamen. Häufig
wurden jeweils zwei Hunde gehalten: kleine Hunde, die über eine
niedrige Reizschwelle verfügten und das Herannahen eines Fremden
meldeten, sowie große Hunde, die bereit waren, Haus und Hof zu
verteidigen, die Hofhunde. Auch die Herdenschutzhunde gehören zu den
Wachhunden und werden heute teilweise zur Objektbewachung eingesetzt
wie zum Beispiel der Anatolische Hirtenhund in der Türkei.
Zugtier
Die Nutzung von Hunden als „Zugtier des armen Mannes“ ist zumindest
vom Mittelalter bis in das 20. Jahrhundert hinein verbürgt. Zumindest
in Niemegk, damals Kreis Zauch Belzig in der Mark Brandenburg, wurden
Hundewagen, beispielsweise bei der Heuernte, von kleinen Bauern seit
nach dem Krieg 1870/71 noch bis etwa zur Verstaatlichung der
Landwirtschaft durch die DDR benutzt. In nördlichen Ländern werden
Hunde wie der Husky oder der Samojede auch heute noch als
Schlittenhunde eingesetzt. Siehe hierzu Zughund und Hundewagen.
Freizeitgestaltung
Aufgrund seiner sozialen Anpassungsfähigkeit ist der Haushund das mit
dem Menschen am vielfältigsten verbundene Tier. So verbringen viele
Menschen heute mit ihrem Hund ihre Freizeit und betreiben dabei auch
Hundesport. Nicht selten fungieren die Tiere sogar als einzige soziale
Beziehung ihres Besitzers. Es kommt durch die hierbei häufig
auftretende Vermenschlichung der Hunde oft zu gravierenden
Haltungsfehlern, wobei die natürlichen Bedürfnisse der Tiere missachtet
werden.
Pelzlieferant
Besonders im nördlicheren Asien ist das Fell des Hundes als Pelz
begehrt, so noch Anfang des 20. Jahrhunderts Hundeleder, beispielsweise
für Handschuhe. In Brasilien werden Hundefelle, insbesondere die der
Dackel, zum Bespannen einer Reibetrommel (Cuíca) verwendet. Hundefell
wird auch in Europa gehandelt. Da keine Deklarationspflicht besteht,
wurden oft Phantasienamen wie „Gaewolf“ verwendet oder das Produkt
wurde nur als „echter Pelz“ deklariert. Seit dem 31. Dezember 2008 sind
Handel und Import von Katzen- und Hundefellen in der EU verboten.
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Hundefleisch in Hanoi |
Fleischlieferant |




